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Book Review: Making Faces

Making Faces von Amy Harmon - Ich habe geschmunzelt, schwer geschluckt und war zu Tränen gerührt. Dieses Buch hat alle Emotionen abgerufen und mich noch lange Nachdenken lassen. Echte, aufrichtige Liebe, die Jahrzehnte überlebt und tiefe Hürden nimmt. Hierzu sollte es eine Netflix-Verfilmung geben!




Als die kleine Fern den Giganten Ambrose mit ihren zarten 11 Jahren das erste Mal trifft, weiß sie noch nicht wie sehr er ihr Leben steuern würde. Sie betrauert mit ihm eine Spinne, die er versehentlich zertreten hat. Das war er ihr schuldig. Denn diese Spinne war schließlich ein Anstoß für große Visionen. Seine rabiate Art und das Unverständnis darüber, warum eine Spinne sie und ihren Cousin Bailey so fasziniert, trifft auf Fern zarte Empathie und romantische Betrachtungsweise für das Leben und seine Bewohner.






Ich kann gar nicht sagen, an welcher Stelle ich mich in den beiden Protagonisten verloren habe. Ich steh auf schnulzige Teenie-Filme, ich mag das Highschool-Ambiente. Vielleicht erinnert es mich ein wenig an die eigene Schulzeit, die so ganz und gar nicht Glamour war. Aber ich hätte sie gerne durch eine Brille mit sehr viel Glitzer betrachtet. In Büchern und Serien geht das sehr gut.


Dieses Buch ist aber kein typisches Highschool-Drama. Tatsächlich spielt die Schule keine sonderlich große Rolle, sie ist nur einer von vielen Schauplätzen. Vielmehr geht es um all das, worauf einen die Schule nicht vorbereiten kann: Verantwortung, Menschlichkeit, Empathie, Moral, Freundschaften, die über den Tod hinaus gehen.


 

"Sie war die Art von Mädchen, die zurückgekommen war, um sich von einem Jungen zu verabschieden, der sie wie Dreck behandelt hatte."

 


Es ist schwer eine Review zu schreiben, ohne den Inhalt wiederzugeben und die Spannung für neue Leser zu nehmen. Ich finde auch nicht, dass der Rücktitel des Buches nur ansatzweise wiederspiegelte, was mich erwarten sollte.

Mich beschäftigten so viele Themen Gleichzeitig: Da waren auf der einen Seite Versangensängste, Erwartungshaltungen, die hässliche Fratze des Krieges, zerstörte Kindheiten, das Leben mit Behinderungen, Selbsthass und auf der anderen Seite eine ganz große Liebe, Loyalität, Wunder, dicke Freundschaften, Helden, Mut und Verbundenheit.


Oftmals kamen viele Themen Hand in Hand und häufig saß ich nickend über dem Buch und dachte "Verdammt, ja! Genau so." und genau so oft schüttelte ich den Kopf und war so wütend auf Nebendarsteller. Weil es so wahr ist. Weil diese Dinge geschehen. Weil wir blind sind und noch immer die Augen verschließen. Weil Worte auf Papier schaffen uns zu erinnern... zu erinnern an die Realität, das Hässliche in dieser Welt. Aber sie schaffen es auch uns hoffen zu lassen.



Wenn es so viel Schlimmes gibt, vor dem wir uns fürchten, dass es uns oder unseren Liebsten zustößt. So viel Trauer, die uns erreichen könnte - kann es dann nicht auch diese andere Seite geben? Sind Wunder nicht auch möglich? Gibt es nicht vielleicht doch diese Verbundenheit über den Tod hinaus? Gibt es nicht diese eine echte tiefe Liebe, die nichts erschüttern kann?


Ich glaube daran.

Ich glaube, dass jeder diesen einen Menschen findet. Dass es für jeden Topf diesen Deckel gibt. Er muss nicht immer perfekt passen, er kann sogar ne ganz anderen Form haben, dennoch funktioniert es zusammen.




 

"Ich möchte mich verlieren. Ich will für einen Moment die Welt ausschalten und eine Geschichte einatmen, die mich schmunzeln lässt, Taschentücher durchnässt

und meine Seele streichelt."

(Lexi)

 


Ich bin ganz sicher, dass Netflix eine tolle Staffel aus diesem Buch kreieren würde.

Kürzlich sah ich "Immer für dich da" und finde dass der Tenor dieser Serie sehr zu "Making Faces" passt.


Eine Reise über viele Jahre, Krieg und Gewalt so wie viele fantastische und hoch interessante Charaktere.

Beste Voraussetzungen für einen Erfolg.


Und ich wäre gespannt wie ein Flitzebogen, wen man als Schauspieler erwählen würde.







Abschließend kann ich mich eigentlich nur bedanken. Bedanken für viele Stunden Spannung, für eine wundervolle Art zu schreiben, die so einfach und so auf den Punkt ist. Für eine herzzerreissende Geschichte. Für die Erinnerung an die eigenen Gefühle. Für eine Reise in die Abgründe dieser Welt. Dass ich erfahren habe, dass es doch noch Freundschaften geben kann, die ehrlich und loyal sind. Dass manche Menschen immer einen Platz in unserem Herzen haben werden, auch wenn sie nicht mehr da sind. Dass man nie vergessen wird. Dass die Erinnerung genauso lebendig sein kann.


Dass echte Liebe existiert - auch wenn man verschiedener nicht sein kann.

Danke, Amy.


Love, Lexi



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